Bürgerversammlung im Dieburger Rathaus hat stattgefunden

Am Freitag, dem 21.09.2012 fand im Dieburger Rathaus eine knapp 90-minütige Diskussionsveranstaltung zum geplanten Wohnheim für Asylbewerber auf dem Grundstück Nordring 140 statt. Neben Herrn Bürgermeister Dr. Thomas nahmen seitens des Landkreises Darmstadt-Dieburg u.a. Frau Lück (Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Darmstadt-Dieburg), Herr Gehbauer (Technischer Betriebsleiter Da-Di-Werk, Bauplaner Landkreis Darmstadt-Dieburg) und Herr Koch (Leiter der Abteilung Flüchtlinge und Zuwanderer des Landkreises Darmstadt-Dieburg) an der Veranstaltung teil. Neben etwa 90 Bürgerinnen und Bürgern war im Publikum auch der Bürgermeister der Nachbargemeinde Münster, Herr Blank, anwesend.

 

Zu Beginn der Veranstaltung räumte Herr Bürgermeister Dr. Thomas ein, dass eine solche Veranstaltung bereits früher hätte stattfinden müssen und er offen für weitere Treffen sei. Unter anderem wurden die Bürgerinnen und Bürger über den Bauplan des Wohnheims für Asylbewerber informiert: es sind insgesamt drei Wohnblöcke geplant, wobei zu Beginn zwei Blöcke fertiggestellt werden sollen. Durch den Bau des dritten Blocks soll die Wohnkapazität von 60 auf 90 Asylbewerber erhöht werden. Ob das Wohnheim als Massivbau oder in Modulbauweise gebaut wird, ist noch unklar.

 

Obwohl der Bebauungsplan der Stadt Dieburg, der immer noch nicht geändert wurde, an dieser Stelle explizit einen Bau sozialer Einrichtungen auf einem Gewerbegrundstück ausschließt (was ein Wohnheim für Asylbewerber ist), ist der Bau laut Herrn Bürgermeister Dr. Thomas zulässig, da der Kreis einen Befreiungsantrag gestellt hat. Die IG Dieburg Nord hat bereits angekündigt, dies juristisch prüfen zu lassen, da bspw. keine Chance bestand, dagegen Einspruch zu erheben. Vor einigen Wochen haben Familien nahe gelegene Grundstücke im Nordring gekauft und sich dabei auf den Bebauungsplan verlassen, der einen solchen Bau immer noch ausschließt.

 

Auf die Frage nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten, etwa in Form einer dezentralen Unterbringung, die auch die IG Dieburg Nord befürwortet, entgegnete Herr Bürgermeister Dr. Thomas, dass das Grundstück Nordring 140 das einzig derzeit verfügbare städtische Grundstück sei, das in der Kürze der Zeit beziehbar wäre. Bürgerinnen und Bürger aus dem Publikum nannten mehrere alternative Unterbringungsmöglichkeiten, die bisher noch nicht geprüft worden seien.

 

Insgesamt wurde die Unzufriedenheit der Anwohner über die Wohnqualität angesprochen, da bspw. kein Kindergarten im Dieburger Norden zur Verfügung steht und die Anwohner die Gefahr sehen, dass der Dieburger Norden zu einem Sammelpunkt sozial Schwacher wird.

 

Herr Bürgermeister Dr. Thomas kündigte an, dass ein Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern der Stadt Dieburg, des Landkreises, der Gemeinde Münster, der IG Dieburg Nord und Vertretern des Wohnheims für Asylbewerber, kurzfristig ins Leben berufen wird, um nach einem Kompromiss zu suchen. Parallel hierzu prüft der Landkreis Darmstadt-Dieburg eine zwei- bis dreiwöchige Verlängerung der Bindefrist, der Frist bis zu welcher die Beauftragung der Unternehmen mit dem Bau des Wohnheims erfolgt. Derzeit endet die Bindefrist Ende Oktober 2012, der Bezug des Wohnheims soll im August 2013 erfolgen. Eine Verlängerung der Bindefrist kann derzeit nicht garantiert werden. Ein erstes Treffen des Arbeitskreises soll am Mittwoch, dem 26.09.2012 stattfinden.

 

Die IG Dieburg Nord bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Anwesenheit und anderweitiger Unterstützung den gemeinsamen Interessen der Anwohner des Nordrings und umliegender Straßen in Dieburg und Münster Ausdruck verliehen haben. Wir hoffen, im Interesse aller, eine bessere Lösung zu finden.

 

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