Bürgerversammlung am 02.07.2013

Da es in der Presse wohl eine ausreichende Zusammenfassung geben dürfte, wolllen wir uns dies hier ersparen.

Wir laden Sie aber gerne ein, über die Kommentare ihre Eindrücke über diese Sitzung zu hinterlassen. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Lifka (Mittwoch, 03 Juli 2013 09:41)

    Ich möchte die Chance nutzen und Ihnen meine Eindrücke dieser Versammlung mitteilen. Grundsätzlich fand ich es gut, dass die Halle so gut besucht war. Viele Bürger aus verschiedenen Teilen Dieburgs waren anwesend. Natürlich war auch ein großer Teil aus dem Norden da. Die Vorträge der Firmen Fiege und Igepa waren sehr informativ und recht offen. Gerade in die Aussage der Firma Igepa, uns bei der Beschilderung der Anfahrtswege zu unterstützen, finde ich toll. Hier sind die Zeichen auf ein gutes miteinander gestellt und ich hoffe, dass dies zukünftig auch so bleibt. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal allen Kritikern sagen, dass wir es sehr wohl verstanden haben, wo wir als Anwohner wohnen. Wir wohnen in einem Mischgebiet! Ja, das ist richtig. Wir haben mehr Emissionen durch Lärm und Staub zu ertragen, als in einem reinen Wohngebiet. Doch wo ist die Grenze? Im Jahre 2006 wurde mir als Kaufinteressent meines Hauses auf der Stadt mitgeteilt, dass es in diesem Mischgebiet zu einer Ansiedlung von Gewerbe kommen soll. Hier war immer nur von Gebäude für Ärzte, Anwälte und Versicherungsmakler die Rede. Wie es jetzt aussieht, sieht man ja. Und das man bei der Planung die Wohnbereiche vor das Gewerbe vorsieht, ist einfach ohne Kopf und Verstand passiert. Deshalb fahren heute viele Angestellte und Zulieferer erst durch die Wohnbereiche, um dann zu den Betrieben zu kommen.
    Nun aber zurück zur Sitzung. Als ich gegangen bin war ich schon ziemlich sprachlos. Die Präsentation der Stadt durch den Sitzungsleiter war meiner Meinung nach mangelhaft. Das dieser zum Schluss auch noch erwähnen muss, dass er die Ämter nieder legen will, weil er kritisiert worden ist, war überflüssig. Viele anwesende Bürger sind auch im Ehrenamt tätig oder engagieren sich Sozial. Deshalb können diese auch gut nachvollziehen, was es an Arbeit bedeutet. Und das trotz Sommerpause (ich bin der Meinung diese für alle Beteiligten wichtig ist) den Anwohner „ Am Forst“ geholfen werden kann, ist eine Frage des Willens. Aber wahrscheinlich wohnen hier nicht die richtigen Anwohner, ansonsten wäre schon lange was passiert. Noch eine Sache die mich richtig sauer gemacht hat. Der Bürgermeister machte mit uns vor Monaten einen Gemarkungsrundgang. Damals habe ich mich gefreut, dass er und andere Abgeordnete, sich die Zeit für uns nahmen. Allerdings frage ich mich heute, warum zu diesem Zeitpunkt, keiner offen und deutlich gesagt hat, dass die Ausführungsplanung für den Ausbau der Straßen bereits abgeschlossen ist. Und um weiter zu sagen, dass eine Beteiligung zum jetzigen Zeitpunkt weder gewünscht, noch gewollt ist. Danke. Es geht um Wünsche und Anregungen die Anwohner haben. Auch um Hinweise, die der Stadt später vielleicht Geld einsparen könnten. Aber man kann auch eine nicht angepasste Planung aus dem Jahre 2004 nehmen und sich dann wundern, wenn es teurer wird, weil diese den tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr entspricht. Wo liegt ihr Problem, den Anwohner, die es damals einfach noch nicht gab, jetzt erst Gehör zu geben? Bis jetzt haben wir immer versucht einen offenen, fairen und auch kritischen Dialog zu führen. Nun wird es wohl Zeit, um neue Wege zu gehen. Schade eigentlich. Ich glaubte immer an das Gute im Menschen und dies vor allem im gläubigen Christen.
    Zum Schluss noch eine grundsätzliche Sache. Kann man in dieser Art und Weise noch weiter Politik machen? Sollte man nicht versuchen, neue Wege einzuschlagen? Wirklich offen werden, Bürger ernsthaft beteiligen und sich nicht immer hinter Gesetze verstecken. Vielleicht kann man auch eine offizielle Seite z.B. bei Facebook einrichten um hier auch die jüngere Generation zu informieren und zur Mitarbeit zu animieren.
    Und zu den beiden Hauptakteuren. Wenn Sie als Sitzungsleiter und als Abgeordneter Ihre Ämter nieder legen wollen, werde ich Sie bestimmt nicht aufhalten. (PS. Wenn man dem BGM in der Sitzung etwas zu flüstert, hat man dies teilweise trotzdem wegen der Mikros gehört. Da habe ich mich schon fast für Sie geschämt.)
    Ich hoffe, Herr Bürgermeister, dass Sie diese Kritik, falls Sie diese lesen sollten, ein wenig verstehen können. Ich glaube weiter daran, dass Sie das Beste für alle Beteiligte wollen. Ich wünsche Ihnen dafür den richtigen Weg. Weiter sehe ich das Gute bei Ihnen. Hoffentlich werde ich nicht weiter enttäuscht.

  • #2

    Michael Japp (Mittwoch, 03 Juli 2013 10:26)

    Ich schließe mich den Worten meines Vorredners weitestgehend an.

    Ich habe für mich positiv mitgenommen, dass mittlerweile immer mehr Bürger kritisch hinterfragen, was die Politik umzusetzen gedenkt. Um so erfreulicher ist, dass Diese nicht nur aus Dieburgs Norden stammen.

    Über die Qualität der Sitzungsleitung möchte ich mich hier nicht äußern. Meine Meinung hierzu habe ich an den Sitzungsleiter direkt per Mail kommuniziert.

    Ich stehe mit dieser aber sicher nicht alleine da. Das haben mir die Reaktionen einiger Dieburgerinnen und Dieburger gestern gezeigt.

    Etwas WENIGER Hang zum Prestige(z. B. Sportzentrum) und dafür elementare Probleme lösen ("Am Forst" + generell offensichtlich vorhandenes Kanalisationsproblem, dass man durch Flickschusterei im Kanalnetz von A nach B und dann nach C verschiebt) und vor allem das Einsehen, dass historisch gefasste Beschlüsse in damals unbewohnten / ungenutzten Gebieten nicht für alle Zeiten der Weisheit letzter Schluss sein müssen, weil die Welt sich weiterdreht...das sind Dinge, die ich von den Verantwortlichen erwarte und die man auch als Wählerauftrag erwarten können muss.

    Jeder Unternehmer muss sich mit seinen Entscheidungen täglich aufs neue auseinandersetzen, sonst fährt er sein Unternehmen letzten Endes möglicherweise "vor die Wand".

    Offensichtlich fehlt dieser Weitblick, respektive die Einsicht, auf eine geänderte Situation zu reagieren im Stadtparlament, vielleicht auch, weil solche Verwaltungsakte mehr zeitlichen Aufwand für das Ehrenamt bedeuten, ganz sicher aber, weil man die finanziellen Konsequenzen solcher statischen Verhaltensweisen nicht selbst tragen muss.

    Enttäuscht werden kann nur, wer noch Erwartungen hat...

  • #3

    Harald Beresheim (Donnerstag, 04 Juli 2013 08:43)

    Ja, vor allem die Bürgerfragestunde war enttäuschend, vor allem für diejenigen, die noch von der Illusion getragen werden, Sorgen der Bürger/innen würden hierbei ernst genommen. Die Verwaltungsspitze hat keinerlei konstruktive Impulse gesetzt, die Versammlungsleitung von abfälliger Arroganz geprägt. Es ist halt eine lästige Pflicht-veranstaltung ... und Kommunalwahlen stehen 2013 nicht an.

    Zu den uns betreffenden Angelegenheiten:

    Allein die Firma Fiege rechnet mit täglich 480 LKW-Bewegungen, nahezu rund um die Uhr. Das sind durchschnitt-lich alle 2-3 Minuten ein LKW (tagsüber fast im Minuten-takt), die aus Richtung Hanau (A3) bzw. Frankurt (A5) kommend über die B 45 donnern. Und das 7 Tage die Woche. Tag und Nacht. Die Immissionsbelastung durch Lärm, Staub und Abgase wird gigantisch. Da ist die Zu- und Abfahrt der Beschäftigten von Fiege und Igepa noch nicht mitgerechnet.

    Auf Tuchfühlung zur B 45 liegt das Wohn-(pardon: Misch-)Gebiet um die Liebigstraße. Die von der B 45 (auf der gegenwärtig noch kaum LKW fahren) ausgehende Lärmbeläs-tigung hat sich durch den Bau der Stihl-Halle schon deutlich erhöht. Grund ist der Rückwurf des Schalls von der Hallenwand gen Norden ins Wohngebiet rein. "Gnade uns Gott", wenn bald die LKW im Minutentakt rollen!
    Hier ist dringend eine Schallschutzwand an der Nordflanke der B 45 in Höhe der Überführung über die Frankfurter Straße erforderlich!! Ob man den hier wohnenden Menschen das wohl zugesteht?

    Außerdem muss die Beschilderung der Ausfahrt B45 "Dieburg Nord" aus Richtung Norden dringend geändert werden. Der Zusatz "Dieburg - Industriegebiet" m u s s entfallen. Sonst fahren die ortsunkundigen LKW-Fahrer statt am Dieburger Dreieick bereits hier ab, auf den Nordring, und irren durch unser "beschauliches" Wohn-/Mischgebiet.

    Unabhängig davon sollten wir darauf achten bzw. darauf hinwirken, dass der Nordring nicht zu einer Rennstrecke - u.a. für die bei Fiege und Igepa Beschäftigten - wird. Illusorisch dürfte die Einrichtung einer 30er Zone oder Fahrbahn verengende Maßnahmen sein. Aber zumindest sollte die Rechts vor Links - Regelung weiterhin Bestand haben.

    Bliebe nur zu hoffen, dass die bald sprudelnden Gewerbe-steuereinahmen von Fiege und Igepa, der gegenwärtig nur rudimentär vorhandenen Infrastruktur des "Zonenrand-gebietes" Dieburg Nord zugute kommen mögen. Aber ...

    ... glaubt das noch jemand?

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